Ostrovica: Festungsgeschichte, Kirchen und Landschaft
Unterkünfte in Ostrovica
Auf dem Plateau der Gradina in Ostrovica befinden sich Reste einer prähistorischen liburnischen Siedlung. Der Fundort verbindet damit die Ortsbezeichnung Gradina mit einer Siedlungsspur aus der Vorgeschichte und einem klar benannten Landschaftspunkt.
Geschichte
Die mittelalterliche Festung Ostrovica lag auf dem Mačkov kamen; ihre strategische Lage ermöglichte die Kontrolle von Wegen, die die Gebiete von Zadar und Nin mit Knin und Skradin verbanden. Der Festungsstandort steht damit zugleich für die mittelalterliche Ortsgeschichte und für die frühere Bedeutung der Verkehrsverbindungen durch dieses Gebiet.
Einige Zweige der kroatischen Adelsfamilie Šubić herrschten am längsten über die Festung Ostrovica. Ihre Herrschaft ist somit als besonders lange Phase innerhalb der Geschichte der Festung überliefert.
Ostrovica weist eine ländliche Siedlungseinheit auf, zu der das Bauensemble des Kastells Kvarcina sowie Reste traditioneller Bebauung in Bačkulići gehören. Neben dem befestigten Ensemble werden dadurch auch Spuren der traditionellen dörflichen Bebauung als Teil des Ortsbildes sichtbar.
Kultur
Die Kirche sv. Luke in Ostrovica ist eine orthodoxe Kirche mit Friedhof. Kirche und Friedhof gehören dabei gemeinsam zu den religiösen und ortsgeschichtlichen Bestandteilen der Siedlung.
Ante in Ostrovica diente als Militärkapelle; um sie herum wurden Soldatengräber gefunden, darunter auch Gräber von Ausländern. Der Ort bewahrt damit sowohl einen Hinweis auf die militärische Nutzung als auch auf die unterschiedliche Herkunft einzelner dort bestatteter Soldaten.
In der Kirche sv. Ante wurde am 13. Juni wiederholt das Fest des heiligen Antonius von Padua gefeiert. Das Datum ist mit der wiederkehrenden Feier unmittelbar verbunden und ergänzt die militärgeschichtliche Einordnung um einen religiösen Festtag.
Im weiteren Gebiet von Lišane Ostrovičke werden traditionelle Lieder und Tänze gepflegt, darunter der kirchliche Volksgesang „Lišanska misa“; außerdem werden die Instrumente cvitare und dipla gespielt, und die Tradition wird bei Wettbewerben und ethnografischen Veranstaltungen fortgeführt. Der überlieferte Gesang, die Tänze und die beiden Instrumente stehen dabei für unterschiedliche Ausdrucksformen derselben regionalen Tradition.
Landschaft
Mačkov kamen ist ein Punkt an einem Wanderweg und ein Aussichtspunkt mit Blick auf Ravni kotari, den Vrana-See, den Šibenik-Archipel sowie Ostrovica und Lišane. Die Aussicht umfasst damit sowohl das Binnenland als auch den See, den Archipel und die beiden genannten Orte.
Der Bach Otres fließt durch das Feld. Sein Verlauf gehört zu den benannten Landschaftsmerkmalen im Gebiet.
Visibaba liegt in der Umgebung von Ostrovica und gilt als Berg. Orljak liegt im weiteren regionalen Umfeld von Ostrovica und gilt ebenfalls als Berg.
Skradinski buk liegt im weiteren regionalen Umfeld von Ostrovica und gilt als Wasserfall. Slapovi Krke liegt im weiteren regionalen Umfeld von Ostrovica und gilt ebenfalls als Wasserfall.
Geografische Einordnung
Asseria liegt im weiteren regionalen Umfeld von Ostrovica und gilt als Ruinenstätte. Burnum liegt im weiteren regionalen Umfeld von Ostrovica und gilt ebenfalls als Ruinenstätte. Fort Saint John liegt im weiteren regionalen Umfeld von Ostrovica und gilt als Festung. Fort Saint Michael liegt im weiteren regionalen Umfeld von Ostrovica und gilt ebenfalls als Festung.
Durch die Gemeinde Lišane Ostrovičke verlaufen die Straße Zadar–Benkovac–Kistanje–Knin und die Eisenbahnstrecke Zadar–Knin. Beide Verkehrswege sind damit als Bestandteile der geografischen Einordnung der Gemeinde benannt.
Ein weiteres Ziel ist Mali Iz.
Zur übergeordneten Reiseübersicht: Gespanschaft Zadar.