Ostrvica: Kirchen, Wege und Spuren der Spätantike
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Kirchen und Baugeschichte
In Ostrvica steht die Pfarrkirche St. Nikolaus auf einem großen Felsen mitten im Ort. Der Bau wurde 1452 errichtet und besitzt ein spitzbogiges gotisches Gewölbe. Der Standort auf dem Felsen und die gotische Form gehören dabei ebenso zum Erscheinungsbild der Kirche wie ihr hohes Alter. Die Jahreszahl verweist auf eine Bauzeit, die deutlich vor den beiden anderen Kirchen des Ortes liegt.
Südlich von Ostrvica befindet sich die Kirche des heiligen Antonius. Sie wurde 1708 aus behauenem Stein errichtet. An ihrer Fassade sitzt ein achteckiges steinernes Rosettenfenster, dessen Form sich klar von dem spitzbogigen Gewölbe der Pfarrkirche St. Nikolaus unterscheidet. Die Lage südlich des Ortes und die steinerne Fassadengestaltung bilden die bestimmenden Merkmale dieses Sakralbaus.
Die Kirche des heiligen Rochus entstand 1920 aus fein behauenem Stein auf den Ruinen einer älteren Kirche. Als Votivkirche ist sie dem heiligen Rochus geweiht, der als Beschützer vor epidemischen Krankheiten gilt. In ihrer Bausubstanz verbindet sich damit der Bau von 1920 mit den sichtbaren Resten des älteren Gotteshauses.
Wege an der Cetina
Der Illyrian River Trail beginnt in Donja Ostrvica. Sein Verlauf führt größtenteils parallel zur Cetina und liegt etwa 100 Meter oberhalb des Flussufers. Der Weg verbindet damit den Ausgangspunkt in Donja Ostrvica mit einem Verlauf entlang des Flusses, ohne unmittelbar am Ufer zu liegen. Die ungefähre Höhenangabe bleibt dabei eine Orientierung für die Lage des Weges über der Cetina.
Ein östlicher Abschnitt des Weges in Richtung Gata ist ein 2,5 Kilometer langer lehrreicher ökologischer Rundweg. Dieser Abschnitt ist als Rundweg angelegt und verbindet die Richtung Gata mit einer ökologischen Ausrichtung. Seine festgelegte Länge und der lehrreiche Charakter unterscheiden ihn innerhalb des Wegverlaufs als eigenständig benannten Teilabschnitt.
Spätantike Spuren
Der St.-Leopold-Mandić-Weg endet am spätantiken Gebäude in Ostrvica. Sein Endpunkt verweist damit auf eine konkrete Fundstelle innerhalb des Ortes. Die Fundstelle Krcatovići–Miri steht in Verbindung mit einem befestigten Gebäudekomplex der Spätantike, der in das 5. und 6. Jahrhundert datiert. Der Komplex gehört somit in einen klar benannten Zeitraum der Spätantike und wird durch die Bezeichnung als befestigte Anlage näher gekennzeichnet.
Die Verbindung von Weg und Fundstelle bleibt am St.-Leopold-Mandić-Weg unmittelbar nachvollziehbar: Der Weg endet am spätantiken Gebäude, während Krcatovići–Miri mit dem befestigten Gebäudekomplex in Verbindung steht. So treten in Ostrvica neben den Kirchen aus den Jahren 1452, 1708 und 1920 auch bauliche Spuren aus dem 5. und 6. Jahrhundert hervor.
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