Sikovo: Radroute, Ruinen und Olivenhaine
Unterkünfte in Sikovo
Radroute und Wege
Die 14 Kilometer lange Radroute ĐIRADA verbindet Sveti Filip i Jakov, Sikovo, Gornje Raštane und Donje Raštane. Damit führt die Strecke durch mehrere Orte und trägt Sikovo als einen ihrer ausdrücklich genannten Punkte in ihrem Verlauf. Die Verbindung endet also nicht am Ortsrand von Sikovo, sondern ordnet den Ort in einen Verlauf ein, der vier namentlich genannte Siedlungen miteinander verknüpft. Eine weitere Möglichkeit für Rad- und Wandertouren ist Matuljeva draga. Die als Wander- und Mountainbike-Strecke bezeichnete Route führt bergab in Richtung Sikovo. Ihre Streckenführung nennt damit sowohl die Bewegungsrichtung als auch Sikovo als Bezugspunkt. Auf einzelnen Abschnitten bilden unterschiedliche Vegetationsformen natürliche „grüne Tunnel“, die den Wegabschnitt sichtbar prägen.
Kirche und Feste
In Sikovo steht die Pfarrkirche des heiligen Nikola Tavelić. Sie wurde in den 1970er-Jahren geweiht und gilt als die erste Kirche, die während der kommunistischen Zeit geweiht wurde. Zum örtlichen Jahreslauf gehören vier Patronatsfeste. Gefeiert wird zu Ehren des heiligen Johannes, des heiligen Rochus, an Mariä Himmelfahrt und am Fest des heiligen Nikolaus. Die vier Anlässe beziehen sich damit auf unterschiedliche Heiligengedenktage und verteilen sich über den Jahreslauf. Diese vier Feste gehen auf Bräuche zurück, die die Siedler bei ihrer Ansiedlung mitbrachten. So stehen das Kirchengebäude, die Heiligenfeste und die überlieferte Tradition in Sikovo eng nebeneinander.
Spuren der Geschichte
Die Ruinen von Dvorine liegen an der Straße zwischen Sveti Filip i Jakov und Sikovo. Erhalten ist ein rechteckiger Bau mit einer Grundfläche von 29 × 21 Metern; die Mauern erreichen noch bis zu 3 Meter Höhe. Die Angaben machen sowohl den rechteckigen Grundriss als auch die noch vorhandene Mauerhöhe des Bauwerks deutlich. Die Ruinen werden mit dem Anbau der Kirche des heiligen Rochus auf Rogovo in Verbindung gebracht. Eine weitere historische Spur findet sich in Urkunden aus dem 12. Jahrhundert. Dort wird der mit Sikovo verbundene Besitzname Sichoua erwähnt. Der mittelalterliche Name verweist damit auf die historische Verbindung des Ortes mit diesem Besitz.
Landschaft und lokale Tradition
Die Kulturlandschaft von Sikovo ist von zahlreichen Olivenhainen geprägt, die sich im Besitz fast jeder Familie befinden. Der Ort liegt zwischen fruchtbaren Feldern. Weitläufige grüne Flächen scheinen sich bis zum Velebit zu erstrecken und geben der Umgebung ihren offenen Landschaftsrahmen. Die Olivenhaine und Felder gehören dabei ebenso zum beschriebenen Ortsbild wie der weite Blick über die grünen Flächen bis zum Velebit. Auch eine kulinarische Tradition gehört zum örtlichen Charakter: In Sikovo wird weiterhin Pršut getrocknet, wenn auch seltener als früher. Der getrocknete Pršut wird Touristen angeboten, die den Geschmack dieser Tradition kennenlernen möchten.
Weitere Ortsseiten: Turanj, Sveti Filip I Jakov, Gornje Raštane, Sveti Petar Na Moru
Zur übergeordneten Reiseübersicht: Općina Sveti Filip I Jakov.