Sveti Martin: Kirche, Martinje und Radroute

Kirche und Baugeschichte

Die Kirche des heiligen Martin in Sveti Martin wurde im Jahr 1602 auf den Fundamenten einer älteren Kirche errichtet. Nachdem diese ältere Kirche gegen Ende des 19. Jahrhunderts einzustürzen begonnen hatte, wurde 1888 ein neuer Bau errichtet, für den großteils Material aus dem abgetragenen Gotteshaus verwendet wurde; dieser Neubau wurde im selben Jahr gesegnet. Die Baugeschichte verbindet damit die Fundamente des älteren Gotteshauses mit dem späteren Neubau und der Wiederverwendung seines Materials. Im Inneren der Kirche befindet sich ein steinerner Altar mit einem Gemälde des heiligen Martin und zwei Engeln. Die Fassade trägt einen Glockengiebel mit zwei Glocken.

Weitere Ziele, die Sie hier aufrufen können, sind Sveti Donat, Kotli, Forčići, Buzet, Baredine, Juradi, Brnobići und Marčenegla.

Radroute 505

Die offizielle Radroute 505 trägt den Namen „The Trail of Rašpor Captains“ und ist als 52,3 Kilometer langer Rundkurs angelegt, der in Buzet beginnt und dort endet. Von der Gesamtlänge entfallen 47,1 Kilometer auf Macadam und 5,2 Kilometer auf Asphalt. Damit ist der größere Teil der Strecke als Macadam-Abschnitt ausgewiesen, während Asphalt einen deutlich kürzeren Teil bildet. Vom Ende von Sveti Martin setzt sich der Weg auf einem Macadam-Anstieg in Richtung Finderli fort. Der Verlauf nennt damit Sveti Martin und Finderli in diesem Anstiegsabschnitt ausdrücklich. Von Strana führt die Route über eine Waldstraße zurück nach Sveti Martin und anschließend weiter ins Zentrum von Buzet. Der Rundkurs verbindet diese Ortsabschnitte, bevor er wieder an seinem Ausgangs- und Endpunkt Buzet ankommt.

Martinje und lokale Genüsse

Die Martinje-Tradition in Sveti Martin markiert traditionell die Umwandlung von vergorenem Most in jungen Wein und verbindet diesen Vorgang mit einer zeremoniellen Taufe des neuen Weins. Martinje ist dabei eine lokale Feier mit Besuchen in den Dorfkonobas, Verkostung von Jungwein, Musik und traditionellen Aktivitäten rund um Speisen. Zu den Feierlichkeiten gehörte außerdem die traditionelle Zubereitung von weißem Kabeljau. Der Weinprozess und die geselligen Bestandteile stehen bei Martinje somit im selben Festzusammenhang: Auf die Umwandlung des Mosts folgt die zeremonielle Taufe, während Verkostung, Musik und Speisen den Ablauf begleiten.

Die Martinje-Prozession besucht traditionell etwa fünfzehn Dorfkonobas und endet in Brombejevis Taverne am oberen Ende der Siedlung. Während der Martinje-Konoba-Prozession werden den Gästen Pršut, istrische Fritule und Bakalar serviert. Ein Martinje-Wochenende in Sveti Martin umfasste eine Weinprämierung im Dorf, bei der auch die Besucher einen Verkostungspreis vergaben. Zum Fest gehörte außerdem eine Vorführung der traditionellen Rakija-Herstellung in improvisierten Konoba-Kesseln. So umfasst die überlieferte Feier neben dem jungen Wein auch eine Prozession durch die Siedlung, regionale Speisen, eine Beteiligung der Besucher an der Verkostung und die Vorführung der Rakija-Herstellung.

Zur übergeordneten Reiseübersicht: Općina Buzet.

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