Krapan: Bergbaugeschichte und historische Wege
Unterkünfte in Krapan
Bergbaugeschichte
Krapan ist eine historische Bergbausiedlung, in der die regelmäßige Kohleausbeutung 1785 begann. 1905 wurde dort die Kirche der heiligen Barbara errichtet, deren Namensgeberin als Schutzpatronin der Bergleute gilt. Die kontinuierliche Kohleförderung in Labinština begann in den 1830er-Jahren in drei Gruben von Krapan. Damit sind im Ortsbild und in seiner Geschichte sowohl der frühe Beginn der Förderung als auch die spätere Entwicklung des Bergbaus in Labinština dokumentiert.
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1881 kaufte die Trifailer Kohlenwerks-Gesellschaft die Krapaner Gruben und den Schacht von Vinež. Anschließend vereinigte sie die Gruben von Labinština zu einem einzigen produktionstechnologischen Komplex. Bei der frühen Förderung in Krapan wurde Rusi-Kohle gewonnen, die als Teer galt und zum Bestreichen von Booten und Schiffen verwendet wurde. Der Bergbau war damit nicht nur durch die Gruben selbst geprägt, sondern auch durch die Verarbeitung und Nutzung des geförderten Materials.
Nach dem Zweiten Weltkrieg wurde die frühere Werkstatthalle der Krapaner Mine in die Werkzeugmaschinenfabrik Prvomajska umgewandelt. Nach der Schließung der Mine blieb Krapan industriell aktiv, bis die Werkzeugmaschinenfabrik Prvomajska Anfang der 1990er-Jahre geschlossen wurde. Die Werkstatthalle steht dabei für die historische Umwandlung einer Bergbauanlage in einen Teil der Werkzeugmaschinenproduktion.
Wege und Touren
Durch Krapan führt der Rundweg Labin–Raša–Labin, eine Wanderroute zum bergbaulichen Erbe mit kreisförmigem Verlauf. Der Krapan–Sv. Bartul-Bergbaupfad ist 1,7 Kilometer lang, als leicht eingestuft und verläuft in einem Höhenbereich von 87 bis 265 Metern. Die Streckenangabe und der ausgewiesene Schwierigkeitsgrad beschreiben den Weg unmittelbar; zusätzlich macht der Höhenbereich den Verlauf zwischen den genannten Punkten nachvollziehbar.
Bei der Tour „Kamen, ugljen i onda je sve počelo“ werden Gäste zunächst mit dem Bus nach Kapelica gebracht; anschließend gehen sie auf einem Bergbaupfad hinunter nach Krapan. Die Tour identifiziert Krapan als Zentrum des Bergbaus in Labinština. Der Ablauf besteht somit aus dem Transfer nach Kapelica und dem anschließenden Abstieg auf dem Bergbaupfad, bevor Krapan als Ziel der Tour erreicht wird.
Das Bergbaupfadnetz nach Krapan wird für natürliche Szenerie und Ausblicke auf die umliegenden Hügel beworben. Die Wege verbinden dadurch die Hinweise auf das bergbauliche Erbe mit einer Streckenführung durch die Landschaft und dem Blick auf das nähere Umfeld des Ortes.
Historische Infrastruktur
Die historische Krapan–Štalije-Bahn wurde mit Pferdetraktion gebaut. Bald danach wurde eine Dampflokomotive eingeführt. Beide Angaben beschreiben aufeinanderfolgende Phasen der historischen Eisenbahnnutzung und verweisen auf den Wandel der Transporttechnik im Zusammenhang mit dem Bergbau.
Industrielles Erbe vor Ort
Ein Bildungsrundgang zum industriellen Erbe in Krapan führte zum Eingang der ersten Mine, machte ehemalige Bergbauinfrastruktur kenntlich und erläuterte Stätten, die mit der frühen Kohlegewinnung in Labinština verbunden sind. Der Rundgang umfasst damit den Zugang zur ersten Mine ebenso wie frühere Anlagen und weitere Orte, an denen die Anfänge der Kohlegewinnung in Labinština thematisiert werden.
Zur übergeordneten Reiseübersicht: Općina Labin.