Šajini: Kirche, Gedenkorte und Majnica
Unterkünfte in Šajini
In Šajini steht die Kirche des heiligen Apostels Petrus, die traditionell auf das Jahr 1400 datiert wird. 1688 wurde sie geweiht, 1890 um eine Seitenkapelle erweitert und 2002 vollständig renoviert. Sie diente als Kirche der ehemaligen Kaplanei des heiligen Petrus in Šajini; diese bestand von 1750 bis 1988.
Die Jahreszahlen ordnen die Entwicklung des Gotteshauses über mehrere Jahrhunderte hinweg ein: Auf die traditionelle Datierung folgten die Weihe, die bauliche Erweiterung und schließlich die vollständige Renovierung. Zur Restaurierung der Kirche wurde in Šajini eine Dankmesse gehalten.
Weitere Ziele sind Melnica, Vadreš, Manjadvorci, Balići Ii, Grandići, Barban, Orihi und Prhati.
Kultur
Die Kirche des heiligen Petrus ist mit einer Marienprozession namens Majnica verbunden. Am letzten Sonntag im Mai wird dabei eine Holzstatue der Mutter Gottes in einer Prozession rund um Šajini getragen. Eine Dankmesse wurde in Šajini anlässlich der Restaurierung der Kirche des heiligen Petrus gehalten.
Die Prozession verbindet den Kirchenstandort mit einem jährlich festgelegten Termin im örtlichen Kalender. Ihr religiöser Mittelpunkt ist die Holzstatue der Mutter Gottes, die während des Zuges rund um Šajini getragen wird. Damit sind Name, Zeitpunkt, Figur und Verlauf der Majnica in der Überlieferung des Ortes miteinander verbunden.
Wenn Sie die Gedenkstube in Šajini besuchen möchten, können Sie dies nach Vereinbarung mit dem Šajini Local Committee tun. In Šajini befindet sich außerdem eine permanente Gedenkausstellungsstube, die zu den nur zwei Gedenkausstellungs- oder Museumsstandorten in Südistrien gehört.
Die Gedenkstube und die permanente Gedenkausstellungsstube bilden dabei zwei unterschiedliche Hinweise zur Erinnerungskultur des Ortes: Für den Besuch der Gedenkstube ist die Vereinbarung mit dem Šajini Local Committee maßgeblich, während die permanente Ausstellung durch ihre Einordnung unter die zwei entsprechenden Standorte Südistriens gekennzeichnet ist.
Geschichte
Der Spomen park „9. Januar“ ist in Šajini als Gedenkraum den mehr als 50 Zivilisten gewidmet, die beim faschistischen Angriff vom 9. Januar 1944 getötet wurden; insgesamt starben dabei 54 Einwohner, und das Dorf wurde geplündert und niedergebrannt.
Im Zentrum des Spomen parks „9. Januar“ steht ein Denkmal zu Ehren der Opfer. Das Denkmal trägt die Inschrift „Nepresušan izvor nade za budućnost“ und bezieht Wasser in seine Gestaltung ein. Jedes Jahr legen Nachkommen und lokale Amtsträger am Opferdenkmal in Šajini Blumen und Kränze nieder.
Die Gedenkstätte bewahrt damit sowohl die Benennung der Opfer als auch die Spuren des Geschehens im Ortsgedächtnis. Der Parkname verweist auf den 9. Januar, während die Inschrift und das Wasser zur Gestaltung des zentralen Denkmals gehören. Die jährliche Niederlegung von Blumen und Kränzen wird von Nachkommen und lokalen Amtsträgern gemeinsam vorgenommen.
Geografische Einordnung
Šajini ist Teil der „Route of Mass Casualties of Civilians“ und liegt auf dieser Route zwischen Orten in Pula und Gajana sowie dem Dorf Bokordići. Die Denkmäler und Orte der Route sind an asphaltierten öffentlichen Straßen platziert. Der lokale und regionale Busverkehr verbindet diese Denkmäler und Orte gut miteinander.
Die Route stellt Šajini in einen größeren Zusammenhang mit den genannten Orten in Pula und Gajana sowie mit Bokordići. Für die Orientierung auf diesem Abschnitt sind sowohl die asphaltierten öffentlichen Straßen als auch die genannten lokalen und regionalen Busverbindungen Teil der beschriebenen Infrastruktur. Die Verbindung der einzelnen Denkmäler und Orte bleibt dabei an den Verlauf dieser Route gebunden.
Zur übergeordneten Reiseübersicht: Općina Barban.