Roč: Kirchen, Fresken und glagolitische Geschichte
Roč liegt unterhalb der Ćićarija am Mirna-Tal. Im historischen Ensemble des Ortes steht die Pfarrkirche des heiligen Bartholomäus, ein geschütztes Kulturgut. An den Wänden des Kirchenschiffs sowie an der Decke sind kunstvoll ausgearbeitete Stuckarbeiten erhalten, die aus dem Jahr 1785 stammen. Unter späteren Fassungen wurden bisher unbekannte mittelalterliche Wandmalereien sichtbar. Damit sind in diesem Kirchenbau Ausstattungen aus unterschiedlichen historischen Phasen überliefert: die Stuckdekoration von 1785 und die darunter freigelegten mittelalterlichen Malereien.
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Kultur
Die romanische Kirche St. Roch bewahrt zwei Freskenschichten, deren Entstehungszeiten im 14. und 15. Jahrhundert liegen. Die jüngere dieser beiden Schichten zeigt Christus in der Herrlichkeit und die zwölf Apostel. Die Kirche des heiligen Antonius des Abtes ist eine romanische Kirche aus dem 12. Jahrhundert. In St. Roch sind damit sowohl die zeitliche Abfolge der beiden Freskenschichten als auch das Motiv der jüngeren Ausmalung überliefert.
Der Buon-Fresco-Workshop verbindet eine Präsentation der mittelalterlichen Fresken der Kirche St. Roch mit dem Anfertigen eines persönlichen Freskos in einem Kunstatelier. Das fertige Fresko nehmen die Teilnehmenden als traditionelles Souvenir mit nach Hause. Die Veranstaltung verknüpft die Besichtigung der Fresken mit einer eigenen Arbeit im Atelier; das dort angefertigte Stück gehört anschließend zum persönlichen Andenken.
Unterhalb von Roč beginnt die Aleja glagoljaša und folgt der Straße in Richtung Hum. Als Gedenkensemble umfasst sie elf glagolitische Monumente. Zu diesen Monumenten gehören die Säule des Chakavischen Parlaments, ein glagolitisches Lapidarium und das Hum-Tor. Die Folge der Monumente erstreckt sich damit von Roč entlang der Straße in Richtung Hum und umfasst neben den drei genannten Stationen weitere glagolitische Denkmäler.
Geschichte
Im Mittelalter entwickelte sich Roč zu einer befestigten Burg mit Wehrmauern und Türmen. Zur mittelalterlichen Anlage gehörten außerdem das Große und das Kleine Tor, die als benannte Bestandteile der Befestigung überliefert sind. Die mittelalterliche Anlage ist somit durch mehrere Bauelemente gekennzeichnet: durch die Wehrmauern, die Türme sowie das Große und das Kleine Tor.
Im 15. und 16. Jahrhundert war Roč ein Zentrum kroatischer Alphabetisierung sowie des Publizierens und des Buchdrucks auf glagolitischer Grundlage. Eine Replik von Gutenbergs glagolitischer Druckerpresse kann nach vorheriger Terminvereinbarung besichtigt werden. Die glagolitische Druckgeschichte des Ortes umfasst damit sowohl die historische Tätigkeit im 15. und 16. Jahrhundert als auch die heute vorhandene Replik, deren Besichtigung an eine vorherige Terminvereinbarung gebunden ist.
Veranstaltungen
Die Kleine Glagolitische Akademie findet jährlich in Roč statt. An ihr nehmen Schülerinnen und Schüler der sechsten Klasse aus ganz Kroatien teil. Ihre jährliche Durchführung und die Teilnahme der sechsten Klassen verbinden die Veranstaltung mit der glagolitischen Bildungsgeschichte des Ortes.
Z armoniku v Roč ist ein jährliches internationales Treffen von Spielern diatonischer Akkordeons. Zu den Programmpunkten gehören unter anderem Musikworkshops, Vorträge und Präsentationen über istrische Volksinstrumente. Das Treffen verbindet damit das gemeinsame Spiel diatonischer Akkordeons mit Workshops, Vorträgen und Präsentationen zur istrischen Instrumententradition.
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