Kamanje mit Vrlovka-Höhle und Kupa
Kamanje: Natur am Fluss und unter der Erde
Die Vrlovka-Höhle liegt in Kamanje am Fluss Kupa und ist seit 1962 als geomorphologisches Naturdenkmal geschützt. Der Schutz bezieht sich auf die geologische Form der Höhle. Insgesamt sind 380 Meter erforscht; für Besichtigungen sind 330 Meter eingerichtet. Der erforschte Bereich ist damit 50 Meter länger als der eingerichtete Abschnitt. Die Höhle entstand in dickbankigem Jurakalkstein. In einem schmalen Gang hinter dem Eingang sind Abschnitte fossiler Muscheln im Gestein sichtbar. Vrlovka ist der Typusfundort von Hauffenia media, also der Ort, an dem die Art erstmals gefunden wurde; sie ist als vom Aussterben bedroht (CR) eingestuft. Zur Tierwelt der Höhle gehören vier Fledermausarten, die Vrlovka ganzjährig bewohnen.
Wandern und Radfahren rund um Kamanje
Von Kamanje führt ein unterhaltener Wanderweg nach Vodenica und zu einem Aussichtspunkt am Gipfel. Die Wanderung Vrlovka–Vodenica dauert 2,5 Stunden und führt durch die umliegenden Hügel und Dörfer mit traditionellen Holzhäusern, von denen einige sogenannte „gank“-Laubengänge besitzen. Der Weg wird von der Bergsteigervereinigung Vrlovka betreut. Die Wanderung auf die Vodenica am Ostermontag gilt als traditionelle Veranstaltung und ist im Kalender des Kroatischen Bergsteigerverbands aufgeführt.
Für Radfahrende gibt es eine 39-Kilometer-Rundroute, die Žakanje und Kamanje mit Ozalj und umliegenden Siedlungen verbindet. Sie verläuft größtenteils über kurvenreiche Waldwege und angelegte Radwege.
Kupa, Schlucht und Bahnanreise
Vor Kamanje verläuft die Bahnstrecke am Fluss Kupa entlang durch eine felsige, bewaldete Schlucht. Die Bahnstrecke bietet dabei eine landschaftlich reizvolle Anfahrt zum Ort. An der Kupa bei Kamanje gibt es außerdem Badestellen. Im Sommer werden sie von Familien und Freunden genutzt. Auf ihrem Lauf durch Kamanje bildet die Kupa mehrere Wasserfälle; an ihnen sind Reste ehemaliger Mühlen zu sehen. Von ihrer Quelle bis Kamanje bildet sie die Grenze zwischen Kroatien und Slowenien, flussabwärts von Kamanje liegen beide Ufer in Kroatien. Der Abschnitt der Kupa in der Gemeinde Kamanje gilt als für Kanufahrten geeignet.
Kirchengeschichte in Kamanje
Die Pfarrkirche des Namens Mariens in Kamanje wurde 1886 errichtet und 1889 gesegnet. Zuvor diente die 1704 errichtete Kapelle St. Philipp und Jakob in Reštovo als Pfarrkirche.
Die Pfarrkirche Imena Marijina ist ein einschiffiger Bau mit einem schmaleren polygonalen Altarraum und einem Glockenturm über der Hauptfassade. Im Inneren besitzt der Bau ein einziges Kirchenschiff. An der Kirche findet seit mehr als zwei Jahrhunderten am Mariennamenstag im September eine traditionelle Wallfahrt statt. Zu ihr kommen Pilger aus dem weiteren Raum Karlovacs und dem benachbarten Slowenien.
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