Lukovdol: Museum, Geschichte und Radrouten
Unterkünfte in Lukovdol
Kultur
In Lukovdol befindet sich das Ivan-Goran-Kovačić-Gedenkmuseum im Geburtshaus des Dichters, in dem eine permanente Ausstellung sein Leben und Werk präsentiert. Die Ausstellung umfasst Abschnitte zu Goran und Lukovdol sowie zum literarischen und journalistischen Schaffen von Ivan Goran Kovačić. Auch das regionale Erbe und das Festival Goranovo proljeće gehören zu den behandelten Themen. Damit verbindet die Ausstellung die Biografie des Dichters mit dem Ort selbst und mit den regionalen Kulturbezügen.
Zum Gelände des Gedenkmuseums gehört ein Amphitheater mit einem Monument des Bildhauers Vojin Bakić. Das Amphitheater mit diesem Monument liegt neben dem renovierten Geburtshaus des Dichters. Seit 1963 finden in Lukovdol die Goranovo-proljeće-Dichtertreffen am ersten Tag des Frühlings statt. Als Datum ist der 21. März festgelegt. Der jährlich festgelegte Termin gehört damit ebenso zur dokumentierten Ortskultur wie die Ausstellung im Geburtshaus.
Weitere Ziele: Vučnik, Vrbovsko, Gomirje, Klanac, Blazevci, Plemenitas, Jakšići und Severin na Kupi.
Geschichte
Die Pfarrei von Lukovdol wurde im Jahr 1604 gegründet. Im Mittelalter befand sich der Ort in der Hand der Frankopanen. Im 16. Jahrhundert wurde Lukovdol von den Osmanen niedergebrannt. Anschließend wurde der Ort wieder aufgebaut. Lukovdol gilt als eine der ältesten Siedlungen im Gorski kotar. Die genannten Daten und Ereignisse reichen damit von der mittelalterlichen Herrschaft der Frankopanen über die osmanische Zerstörung bis zur späteren Wiedererrichtung des Ortes.
Lage
Lukovdol liegt oberhalb des Flusses Kupa. Oberhalb von Lukovdol liegt auch die Tetinja jama, deren Funde weitere zeitliche Ebenen der Ortsgeschichte erkennen lassen. Die Lagebeziehung zwischen Ort, Fluss und Höhle ist dabei in beiden Richtungen beschrieben: Lukovdol befindet sich über der Kupa, während die Tetinja jama oberhalb des Ortes liegt.
Routen
Die Strecke Staza 3. Lukovdol–Severin trägt den Zusatz „Carskom cestom“. Ihr Verlauf wendet sich zunächst nach Lukovdol, steigt danach in Richtung Nadvučnik und Stubica an und kehrt anschließend nach Vrbovsko zurück. Für diese Strecke ist der Schwierigkeitsgrad mittel angegeben. Die Routenbeschreibung nennt damit sowohl den Anstieg über Nadvučnik und Stubica als auch die Rückkehr nach Vrbovsko als Bestandteile derselben Strecke.
Die MTB-Route Staza Goranovog proljeća ist als Rundkurs von Vrbovsko durch Lukovdol und Nadvučnik zurück nach Vrbovsko verzeichnet. Der ausgeschilderte Verlauf nennt damit Vrbovsko sowohl als Ausgangs- als auch als Rückkehrpunkt der Rundstrecke. Im Routennamen erscheint erneut die Bezeichnung Goranovo proljeće, die auch mit den Dichtertreffen in Lukovdol verbunden ist.
Archäologie
Aus der oberhalb von Lukovdol gelegenen Tetinja jama stammt Keramik aus dem zweiten Jahrtausend vor Christus. Weitere Keramikfunde aus der Tetinja jama stammen aus dem 15. und 16. Jahrhundert. Die beiden Datierungen reichen von der vorchristlichen Zeit bis in die spätere Ortsgeschichte. So stehen an diesem Fundort unterschiedliche zeitliche Ebenen nebeneinander, ohne dass die Funde derselben Epoche zugeordnet werden.
Tetinja jama soll den örtlichen Bewohnern während der osmanischen Einfälle als Zufluchtsort gedient haben.
Zur übergeordneten Reiseübersicht: Općina Vrbovsko.