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Insel Mljet: Dörfer, Buchten und der Nationalpark

Mljet ist nicht nur der Nationalpark im Nordwesten der Insel. Außerhalb seiner Grenzen liegen Dörfer, Buchten und ein eigener Inselalltag, der sich am besten mit mehreren Stopps erschließt. Sobra ist der wichtige Fährhafen, Babino Polje bildet das zentrale Verwaltungs- und Siedlungsgebiet, während die südöstlichen Küstenorte eine andere Landschaft zeigen als die Seenregion im Westen. So lässt sich der Aufenthalt auf Mljet als Inselreise planen – mit dem Nationalpark als einem, aber nicht dem einzigen Schwerpunkt.

Wo beginnt die Inselreise?

Die Anreise per Autofähre von der Halbinsel Pelješac führt nach Sobra. Der Hafen liegt bei Zaglavac, einige Kilometer vom Ort entfernt; die örtliche Tourismusseite beschreibt ihn als Verkehrszentrum der Insel. Von dort führt die Inselstraße weiter in beide Richtungen. Babino Polje liegt zentral im langen Tal zwischen den Hügeln und ist mit etwa vier Kilometern Ausdehnung das größte und längste Dorf der Insel. Oberhalb des Orts liegt Veliki Grad, mit 514 Metern Mljets höchste Erhebung. Die Lage macht Babino Polje zu einem guten Bezugspunkt, wenn Sie die Insel nicht nur am Ankunftshafen oder im Park erleben möchten.

Zwischen den Orten liegen Wald, Olivenhaine und Felder. Im Gegensatz zu einem kompakten Urlaubsort verteilt sich das Inselleben auf kleine Siedlungen und Buchten. Sobra selbst war zunächst der Fischerhafen von Babino Polje; ein kleiner Kai wurde 1880 gebaut und später an eine regelmäßige Schiffsverbindung angeschlossen. In Zaglavac befinden sich der Hafen und die Tankstelle der Insel. Die Fähranbindung und zentrale Lage des Hafens sind nützlich, wenn Sie Unterkunft, Einkäufe und Ausflüge über mehrere Inselabschnitte organisieren.

Welche Orte liegen außerhalb des Nationalparks?

Im Osten und Südosten zeigen Orte wie Okuklje, Prožura und Maranovići eine ruhigere Küsten- und Dorfseite. Okuklje besitzt eine geschützte Bucht und eine historische Kirche des heiligen Nikolaus aus dem 16. Jahrhundert. Prožura entstand im 15. Jahrhundert; die Pfarrkirche der Heiligen Dreifaltigkeit und die Kirche des heiligen Martin prägen das historische Ortsbild. Maranovići liegt zwischen Olivenhainen und Feldern. Diese Orte stehen für eine Insel, deren Geschichte von Fischerei, Landwirtschaft und Seefahrt getragen wurde.

Auch die Südküste unterscheidet sich vom bewaldeten Nordwesten: Die Tourismusseite der Insel nennt Strände in der Nähe von Dörfern und weitere Buchten, die nur vom Wasser aus erreichbar sind; Sandstrände finden sich vor allem im Südosten. Für einen abwechslungsreichen Aufenthalt können Sie deshalb einen Dorfrundgang und einen Küstenabschnitt mit den Seen und Wäldern des Nationalparks Mljet kombinieren. Mljet gehört zu Dalmatien; die nahegelegene Insel Korčula ergänzt die Einordnung der südlichen Inselwelt.

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Wie unterscheiden sich Insel und Park?

Der Nationalpark umfasst knapp 5.300 Hektar Land- und Meeresfläche; sein Landgebiet erstreckt sich über ungefähr ein Drittel der Insel. Er liegt im Nordwesten; Polače, Pomena und Goveđari gehören zu den Orten innerhalb des Schutzgebiets. Pomena entwickelte sich durch seine Lage bei Großem und Kleinem See zum stärksten touristischen Ort Mljets. Babino Polje, Sobra und die Dörfer im Osten liegen dagegen außerhalb dieser Parklandschaft. Diese räumliche Trennung ist wichtig: Ein Ausflug zu den Seen ist nicht gleichbedeutend mit einer Erkundung der gesamten Insel. Wenn Sie mehrere Nächte bleiben, lässt sich der Nationalpark mit Hafen, zentralem Dorf und östlichen Buchten zu einer breiteren Mljet-Reise verbinden.