Konjevrate: Archäologie, Kirche und Landschaft
Kultur und Geschichte
Die Kirche des heiligen Johannes des Täufers in Konjevrate ist ein Bauwerk mit mehreren historischen Schichten, die in der heutigen Form zusammenkommen. Restaurierungsarbeiten identifizierten eine vorromanische Phase aus dem 9. Jahrhundert sowie eine spätere romanische Anpassung mit einem Glockenturm aus dem 12. oder 13. Jahrhundert. Die heutige Form integriert die früheren Mauern. Zur Ausstattung des Innenraums gehören barocke Altäre, ein venezianisches silbernes Vortragekreuz aus dem 18. Jahrhundert und ein Gemälde des heiligen Johannes des Täufers aus dem 19. Jahrhundert. Auch die ältere Bausubstanz blieb dabei erkennbar: Die einbezogene ältere Kirche besitzt ein romanisches Hauptportal, das spätestens aus dem 13. Jahrhundert stammt. In der Nähe der Kirche ist außerdem ein steinerner Plattengrabstein erhalten.
Die Pfarrkirche steht auf einer kleinen Anhöhe nahe den Straßenkreuzungen in Richtung Drniš und Unešić. Weitere Ortsziele finden Sie auf den Seiten zu Zlarin, Lozovac, Raslina, Grebastica, Danilo Gornje, Danilo Biranj, Bilice und Danilo.
Archäologie
Unmittelbar neben der Kirche St. Johannes liegt am heutigen Friedhof von Konjevrate die frühneolithische archäologische Stätte. Die dort gefundene Keramik gehört zur Impressokeramikkultur. Bei archäologisch-konservatorischen Untersuchungen der Kirche St. Johannes des Täufers in Konjevrate wurden im Jahr 2003 sechs vorromanische Reliefbruchstücke gefunden. Die Funde aus Kirche und Friedhof stehen damit an zwei benachbarten Orten innerhalb der Ortslage.
Die in die Kirche des heiligen Johannes des Täufers einbezogene ältere Kirche besitzt ein romanisches Hauptportal, das spätestens aus dem 13. Jahrhundert stammt. Spätmittelalterliche und frühneuzeitliche Aufzeichnungen nennen Konjevrate unter dem historischen Namen Koljevrate. Nahe der Kirche St. Johannes ist außerdem ein steinerner Plattengrabstein erhalten.
Konjevrate enthält die erste erforschte paläolithische Freiluftfundstelle, die an der östlichen Adriaküste identifiziert wurde. An dieser paläolithischen Fundstelle wurden Tausende Bruchstücke von Werkzeugen und Waffen aus Feuerstein gefunden. Menschen lebten in Konjevrate ungefähr von 15.000 bis 10.000 v. Chr. Die paläolithische Fundstelle erweitert die dokumentierte Ortsgeschichte somit um eine Zeitspanne, die deutlich vor der frühneolithischen Stätte am heutigen Friedhof liegt. Beide Bezeichnungen bleiben mit ihren jeweiligen Fundmaterialien verbunden: Keramik gehört zur Impressokeramikkultur, während die paläolithischen Funde aus Feuerstein bestehen.
Radfahren
Durch Konjevrate führt der Radweg Lozovac–Gradina–Konjevrate–Gornji Krnići. In der Streckenfolge sind damit neben Konjevrate auch Lozovac, Gradina und Gornji Krnići genannt.
Natur
Im näheren Umfeld von Konjevrate liegt der Wasserfall Slapovi Krke. Im umliegenden Gebiet des Ortes befindet sich der Wasserfall Skradinski buk.
Im umliegenden Gebiet von Konjevrate liegen die Forts Barone Fortress, Fort Saint John, Fort Saint Michael und Sveti Nikola.
Im weiteren regionalen Umfeld von Konjevrate liegen der Berg Moseć Planina und der Gipfel Crni Vrh. Die beiden Landschaftsbezeichnungen gehören damit zum weiteren regionalen Umfeld und nicht zur unmittelbaren Ortslage.
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