Gdinj: Schotterbuchten und Bronzezeitspuren
Landschaft und Buchten
Gdinj ist mit mehr als 30 Schotterbuchten verbunden. Die Buchten liegen sowohl an der nördlichen als auch an der südlichen Seite von Hvar und stehen mit den verstreut liegenden Weilern in Verbindung. Dadurch gehören mehrere einzelne Küstenabschnitte und Siedlungspunkte zum landschaftlichen Bezug von Gdinj. Die Schotterbuchten bilden keinen einzigen zusammenhängenden Strand, sondern verteilen sich über verschiedene Bereiche der Inselküste. Die nördlichen und südlichen Küstenabschnitte bilden dabei unterschiedliche geografische Seiten desselben Bezugsraums. Auch die Weiler gehören zu diesem verstreuten Landschaftsbild und ergänzen die einzelnen Buchten um Siedlungspunkte.
Zum Ortsbild gehören außerdem archäologische Spuren, Steinhauskomplexe, Innenhöfe, Olivenhaine, Weinberge sowie Kirchen und Kapellen. Küstenlandschaft und historisch geprägte Baustrukturen stehen in einem gemeinsamen örtlichen Zusammenhang, ohne auf dasselbe Merkmal reduziert zu sein. Die Verbindung von Küstenabschnitten, Weilern und landwirtschaftlich geprägten Flächen prägt damit mehrere unterschiedliche Facetten des Ortsbilds.
Weitere Ortsseiten: Vrisnik, Humac, Zavala, Ivan Dolac, Jelsa, Zastrazisce, Vrboska und Pitve.
Archäologie
Zu den archäologischen Spuren von Gdinj zählen prähistorische Grabhügel und Steintombengräber. Der Grabhügel Vela Gomila liegt etwa 300 Meter von Gdinj entfernt. Bei den Funden handelt es sich unter anderem um Keramikscherben, einen Bronzering und einen Teil eines Dolches. Die Größe des Hügels und die entdeckten Artefakte werden als Hinweise auf einen möglichen Ursprung in der Bronzezeit interpretiert.
Baukultur und Kulturlandschaft
Die Steinhauskomplexe von Gdinj besitzen Innenhöfe und sind als bauliche Einheiten mit ihren jeweiligen Innenbereichen zu verstehen. Ergänzt wird dieses Ortsbild durch Olivenhaine und Weinberge. Mehrere Kirchen und Kapellen stehen als weitere Bauformen daneben. Die einzelnen Bestandteile unterscheiden sich in ihrer Funktion und Form, gehören aber gemeinsam zum überlieferten Ortsbild. Kirchen und Kapellen, Steinhauskomplexe und landwirtschaftliche Flächen markieren dabei jeweils eigene Bestandteile der Kulturlandschaft. Öffnungszeiten von Kirchen und Kapellen sollten vor einer geplanten Besichtigung aktuell geprüft und in die persönliche Besuchsplanung einbezogen werden. Bei archäologischen Stätten kann ein Abgleich mit aktuellen Besuchshinweisen zur Vorbereitung gehören. Küstenabschnitte, Weiler und landwirtschaftliche Flächen geben einer Reiseplanung unterschiedliche räumliche und thematische Anknüpfungspunkte, ohne zu einem einzigen Landschaftselement zu werden. Die nördliche und die südliche Seite von Hvar bleiben als getrennte Küstenbezüge bestehen.
Geografische Einordnung
Otočić Pločica liegt in der Umgebung von Gdinj. Nugal Beach und Hlapje werden dem weiteren regionalen Umfeld zugeordnet, ebenso Sućuraj. Zum weiteren regionalen Umfeld gehören außerdem Sveti Stipan, Sveti Mihovil, Sveti Ilija und Sveti Dominik. Die genannten Ziele bilden keine einheitliche unmittelbare Ortslage: Otočić Pločica steht für die Umgebung, während Nugal Beach, Hlapje, Sućuraj sowie die vier genannten Sveti-Ziele im weiteren regionalen Umfeld liegen. Die geografischen Bezüge reichen damit von der näheren Umgebung bis in ein weiter gefasstes regionales Umfeld.
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