Raša: Bergbaustadt, Museum und historische Wege

File:Raša station.jpg File:Raša station.jpg Foto: Petr Štefek via Wikimedia Commons, CC BY-SA 3.0 cz

Raša ist eine gezielt als Bergbaustadt errichtete Ortschaft. Die Siedlung entstand zu Beginn des 20. Jahrhunderts. Ihre Errichtung dauerte 547 Tage. Als moderne Stadt für Bergleute und ihre Familien wurde Raša mit einer Schule, einem Krankenhaus und einem Kino angelegt. Zwischen grünen Hügeln gelegen, ist der Ort für seine charakteristische Architektur bekannt und mit historischen architektonischen Innovationen verbunden.

Weitere Ortsseiten: Sveti Bartul, Skitaca, Kunj, Drenje, Trgetari, Polje, Trget, Brgod.

Kultur

Am zentralen Platz prägt die Kirche der heiligen Barbara das Ortsbild. Ihre Dachkonstruktion erinnert an unterirdische Abstützungen im Bergbau. Der angefügte Glockenturm ähnelt einer Grubenlampe. Die Kirche wurde 1937 gebaut und besitzt eine kubistische Struktur. Zu ihr gehört eine überdachte Vorhalle mit drei halbkreisförmigen Bögen. Diese Vorhalle erinnert an eine istrische Loggia. Die Kirche steht damit nicht isoliert im Ortsbild: Ihre Gestaltung verbindet den industriellen Bezug der Stadt mit Formen, die in Istrien vertraut sind. Am selben zentralen Platz liegt auch das Centar Arsia.

Centar Arsia ist ein kleines Museum. Es widmet sich dem Bergbau und liegt auf dem Raša-Platz. Das Museum ist für Menschen mit Behinderungen und eingeschränkter Mobilität zugänglich. In der Ausstellung wird ein Bergwerksschacht rekonstruiert. Originalschienen und Videoprojektionen gehören ebenfalls zu den gezeigten Elementen. Die Rekonstruktion, die Schienen und die Projektionen beziehen sich dabei auf unterschiedliche Aspekte der örtlichen Bergbaugeschichte.

Kino Raša war ein früherer Kinosaal. Der Saal wurde in einen multifunktionalen Multimedia-Raum umgewandelt. Dieser Raum präsentiert die Geschichte und Architektur von Raša. Die Raša-Mine beschäftigte zwischen 1928 und 1966 mehr als 10.000 Bergleute. So stehen am zentralen Platz Baugeschichte, Museum und die Erinnerung an die frühere Arbeitswelt eng nebeneinander.

Wandern

Kova Experience bietet Besuchertouren im Bergwerk an. Die Touren stellen Rašas Bergbauvergangenheit nach. Ihr Verlauf führt in die Mine. Bei Potkop Karlota sind anderthalb Kilometer in einer Richtung geöffnet. Der geöffnete Abschnitt steht zur Besichtigung zur Verfügung. Kovarski Puti rekonstruiert Wege, auf denen Bergleute einst zur Arbeit gingen. Die thematischen Routen von Kovarski Puti vermitteln ein Erlebnis des fordernden täglichen Lebens der Bergleute.

Eine 15 km lange Route beginnt in Raša neben der Kirche der heiligen Barbara. Von dort folgt sie einer ehemaligen Bergwerksbahn. Auf dem Rückweg führt sie an einem Steinbruch und einer Mine vorbei. Zum zentralen Platz kehrt die Route zurück. Damit verbindet ihr Verlauf den Ausgangspunkt an der Kirche, die ehemalige Bahnstrecke und die Spuren des Bergbaus im Umfeld der Stadt.

Radfahren

Die Liburnia-Radroute führt in die lokale Bergbaugeschichte ein. Auf dieser Route wird auch Raša vorgestellt.

Zur übergeordneten Reiseübersicht: Općina Raša.

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