Lindar: Glagolitisches Erbe und Kirchen
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Kultur
Lindars glagolitisches Erbe zeigt sich in mehreren schriftlichen und bildlichen Zeugnissen: In mehreren Kirchen sind Steininschriften erhalten, glagolitische Graffiti finden sich in Kirchenfresken, und die Taufregister der Pfarrei wurden für die Jahre 1590 bis 1667 in Glagolitisch geschrieben.
Am Eingang von Lindar steht die Kapelle der heiligen Katharina. Sie ist ein einschiffiger gotischer Bau. In dieser Kapelle befindet sich das Fresko „Living Cross“. Eine glagolitische Inschrift datiert die Darstellung auf das Jahr 1409.
Die Inschrift am Fresko verbindet damit die Darstellung mit einer konkreten Jahreszahl und macht das glagolitische Schriftzeugnis unmittelbar am Bau sichtbar. In der Kapelle stehen Bauform, Wandmalerei und Inschrift an einem Ort nebeneinander.
Bei der Restaurierung der Fresken von St. Catherine wurden zusätzliche Fragmente an der Wand des Heiligtums freigelegt. Zu diesen Fragmenten gehört eine Szene mit dem Kuss des Judas.
Die freigelegten Fragmente gehören zum Heiligtum und erweitern den erhaltenen Bestand der Fresken um eine weitere Darstellung. Dadurch umfasst die Überlieferung der Kapelle sowohl das datierte Fresko als auch die bei der Restaurierung sichtbar gewordenen Wandteile.
Geschichte
Die Pfarrkirche St. Mohor und Fortunat wurde im Jahr 1606 auf dem Platz einer älteren Kirche errichtet. Die Pfarrei St. Mohor und Fortunat in Lindar wird in historischen Aufzeichnungen aus dem Jahr 1379 erwähnt.
Die Sebastianskirche wurde 1559 erbaut. Ihr Erbauer war der Lindarer Einwohner Ivan Jedrejčić. An der Fassade ist eine zweisprachige Inschrift in zwei Schriften eingelassen.
Die Kirche enthält einen kleinen Holzaltar mit einem barocken Altaraufsatz. Außerdem ist dort ein Teil einer Wandmalerei mit der Darstellung des heiligen Paulus erhalten.
An St. Sebastian lassen sich somit die Entstehung im 16. Jahrhundert, der namentlich bekannte Erbauer, die Inschrift an der Fassade und die erhaltene Ausstattung im Inneren unterscheiden.
Am Friedhof von Lindar steht die Martinskirche. Sie ist eine romanische Kirche aus dem 14. Jahrhundert. Für den Priester Matušić bewahrt sie eine glagolitische Grabinschrift. Die Inschrift stammt aus dem Jahr 1588.
Bei St. Martin stehen der Standort am Friedhof, die romanische Bauzeit und die spätere glagolitische Grabinschrift mit dem Bezug zu Priester Matušić in einem gemeinsamen historischen Zusammenhang.
Umfeld
Veliki Breg liegt im nahen Umfeld von Lindar. Auch Trba liegt im nahen Umfeld von Lindar.
Standar liegt im umliegenden Gebiet von Lindar. Im selben umliegenden Gebiet befinden sich Straževica und die Kirche St. Maria auf Škriljinah.
Im weiteren regionalen Umfeld von Lindar liegen die Burg Dvigrad, der Soardo-Bembo-Palast und Sveti Ivan.
Die genannten Orte reichen damit vom nahen Umfeld über das umliegende Gebiet bis in das weitere regionale Umfeld. Die räumlichen Bezüge bleiben dabei jeweils den einzelnen Orts- und Bauwerksangaben zugeordnet.
Weitere Ortsseiten finden Sie hier: Zamask, Pazin, Ježenj, Zarecje, Grdoselo, Trviž, Heki, Zabrežani.
Radroute
Die offizielle Radroute 619 verläuft als Rundstrecke von Pazin nach Gračišće und zurück. In Lindar passiert sie den Friedhof.
Der Verlauf verbindet damit Pazin und Gračišće in einer Rundstrecke und führt innerhalb von Lindar an einem Ort vorbei, der zugleich mit der Martinskirche verbunden ist.
Landwirtschaft
Agroturizam Ograde hält Pferde, Enten und Gänse. Außerdem gehören Hühner, Tauben, Hunde und Katzen zu den dort gehaltenen Tieren.
Zu den auf Agroturizam Ograde gehaltenen Tieren gehören damit sowohl Pferde und Geflügel als auch Hunde und Katzen.
Zur übergeordneten Reiseübersicht: Općina Pazin.