Grdoselo: Wanderwege, Wasserfälle und Geschichte
Der Grdoselo–Zelengrad-Wanderweg ist 16 km lang und als Rundroute angelegt. Er bietet Panoramen auf das Becken von Pazin, auf Učka und Ćićarija sowie auf Grdoselo und den Butoniga-See.
Bei einer Rundroute führt der Weg als geschlossene Strecke durch das Gebiet, statt nur zwei verschiedene Punkte miteinander zu verbinden. Die Landschaftseindrücke reichen dabei vom Paziner Becken bis zu den Bergen Učka und Ćićarija sowie zum Butoniga-See.
Weitere Ortsseiten: Heki, Zamask, Beram, Ježenj, Pazin, Lindar, Brajkovići und Zabrežani.
Wanderwege und Wasserfälle
Wenn Sie Veliki slap ansteuern, erreicht die Pazin–Grdoselo–Veliki-slap-Wanderroute den Wasserfall etwas mehr als 1 km nach einer markierten Abzweigung. Anschließend führt sie zu einem zweiten Wasserfall. Staza vodopada (614) führt nach Grdoselo hinein und erreicht einen Wasserfall, nachdem sie das Dorf bei der Kirche verlassen hat.
Die Entfernungsangabe zur Route nach Veliki slap bezieht sich auf den Abschnitt ab der markierten Abzweigung. Der weitere Verlauf endet nicht dort, sondern setzt sich bis zu einem zweiten Wasserfall fort. Bei Staza vodopada (614) liegt der beschriebene Wasserfall dagegen hinter dem Ortsausgang an der Kirche.
Wenn Sie den Grdoselski-potok-Canyonweg einplanen, sollten Sie berücksichtigen, dass er unmarkiert und ungesichert ist und bei nassen Bedingungen extrem rutschig werden kann.
Fehlende Markierung und Sicherung gehören damit ebenso zur Beschreibung dieses Weges wie die besondere Rutschgefahr bei Nässe. Diese Merkmale unterscheiden den Canyonweg von den im Zusammenhang mit Veliki slap und Staza vodopada (614) beschriebenen Routen.
Schlucht und Natur
Im Canyon des Grdoselski potok liegen Stromschnellen und Seen. Dort finden sich außerdem Reste alter Mühlen und kleinere Wasserfälle, darunter Črni puč. Pećina ist ein fast 20 Meter hoher Wasserfall, der über eine Höhlenöffnung fällt; in dieser Öffnung liegt eine Quelle.
Der Canyon verbindet damit verschiedene Wasserformationen mit Spuren früherer Nutzung: Neben Stromschnellen und Seen gehören auch die Überreste alter Mühlen zu seinem Bestand. Zu den kleineren Wasserfällen gehört Črni puč, während Pećina durch die fast 20 Meter hohe Fallhöhe und die Quelle in der Höhlenöffnung gekennzeichnet ist.
Geschichte
Zelengrad war eine trapezförmige Festung auf einem Hügel, unterhalb dessen der Grdoselo-Bach in den Butoniga-Bach mündet. Als verlassene mittelalterliche Stadt wurde Zelengrad erstmals 1102 erwähnt. Die Burg von Grdoselo wurde nicht wiederaufgebaut und trägt heute den Namen Stari grad.
Die Ruinen der Kirche St. Anne waren eine von drei Kirchen der Altstadt beziehungsweise von Zelengrad, der früheren Siedlung rund 800 Meter nördlich des heutigen Grdoselo.
Die Bezeichnung Altstadt bezieht sich hier auf die frühere Siedlung Zelengrad und nicht auf das heutige Grdoselo. Anne stehen außerdem im Zusammenhang mit den drei Kirchen dieser historischen Stadt; ihre Lage wird mit rund 800 Metern nördlich des heutigen Ortes angegeben.
Kirche und Chronik
Die Pfarrkirche des Namens Mariens in Grdoselo ist auf 1774 datiert. Sie bewahrt das Grdoselo-Fragment, ein glagolitisches Kulturerbestück aus dem 12. Jahrhundert, das unter den Ruinen der nahe gelegenen Kirche St. Anne gefunden wurde.
Die Verbindung zwischen Pfarrkirche und Fragment ist damit sowohl zeitlich als auch örtlich nachvollziehbar: Die heutige Kirche ist auf 1774 datiert, das Fragment stammt aus dem 12. Jahrhundert und wurde bei den Ruinen von St. Anne entdeckt.
Die Grdoselska Chronik ist ein Manuskript aus dem Pfarrarchiv von Grdoselo, das der örtliche Kaplan Vincent Pikot 1688 begann. Sie enthält Vincent Pikots Bericht über die Gründung und den Bau der heutigen Pfarrkirche von Grdoselo.
Als Manuskript aus dem Pfarrarchiv bewahrt die Chronik nicht nur ein Datum, sondern auch den Namen ihres Beginners. Vincent Pikot hielt darin die Gründung und den Bau der heutigen Pfarrkirche fest.
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