Studenci: Quellen, Stećci und Ilina
Unterkünfte in Studenci
Studenci verbindet archäologische Spuren, natürliche Quellen und kirchliche Geschichte mit dem jährlich gefeierten Fest Ilina sowie der Herstellung von Studenački-Käse und Studenački-pršut.
Geschichte
An Mala Gradina weisen Keramikfunde auf eine Nutzung vom 9. oder 8. bis zum 4. oder 3. Jahrhundert v. Chr. hin. Die Befestigungsanlagen an der östlichen und westlichen Seite erreichen etwa fünf bis sechs Meter Höhe. Damit gehören sowohl die archäologischen Funde als auch die erhaltenen Mauern zur Geschichte der Anlage.
Eine zweite archäologische Stätte befindet sich bei Zvizda. Im Zvizda-Quellgebiet liegt westlich der Straße Studenci–Podgreda ein Stećci-Friedhof aus dem 15. Jahrhundert.
Natur
Studenci gilt als von zahlreichen natürlichen Quellen geprägt. Die Siedlung erstreckt sich über umliegende Hügel und Täler, während rund um die Felder kleinere Quellen vorkommen. Nach starkem Winterregen bilden einige dieser Quellen intermittierende Wasserläufe, die nur zeitweise Wasser führen. Quellen, Felder, Hügel und Täler prägen damit unterschiedliche Landschaftsformen innerhalb des Ortes.
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Kultur
Am östlichen Eingang des Weilers Šakići liegt auf der Südseite der Straße ein mittelalterlicher Friedhof. Er bewahrt sieben grob bearbeitete Platten oder sargförmige Steine sowie einen Stećak mit Giebelform.
In Studenci steht die heutige Pfarrkirche des heiligen Elias, die zwischen 1872 und 1879 errichtet wurde. Die Sakristei der ersten Kirche trägt weiterhin die Jahreszahl 1758. So sind in Šakići und Studenci mittelalterliche Grabsteine, ein Kirchenbau des 19. Jahrhunderts und ein älteres Datum an einem Sakralgebäude überliefert. Die zeitliche Folge der Bauwerke reicht von der Jahreszahl 1758 bis in die Baujahre 1872 bis 1879. Sakristei und Pfarrkirche gehören zu zwei verschiedenen Bauphasen der Kirchengeschichte in Studenci.
Feste
Ilina wird in Studenci jedes Jahr am 20. Juli als Fest des heiligen Elias gefeiert. Zum Programm gehören liturgische Inhalte, Kulturprogramme, Sportwettkämpfe und eine Volksfeier. Die religiösen, kulturellen, sportlichen und volkstümlichen Bestandteile finden im Rahmen desselben Festes statt.
Ilina bringt Einwohner von Studenci mit Menschen zusammen, die für mehrere Tage in das Dorf zurückkehren. Das Fest besitzt dadurch neben seinem religiösen Anlass auch eine zeitlich gebundene soziale Dimension.
Kulinarik
Die Herstellung des Studenački-Käses in Dvorine reicht bis 1962 zurück. In diesem Jahr wurde in Studenci eine Molkerei gebaut. Beim Studenački-pršut gehören das traditionelle Trocknen am Knochen, das Kalträuchern mit ausgewählten Hölzern und das Salzen mit Meersalz zur überlieferten Herstellung. Käse und Pršut stehen für zwei eigenständige Lebensmitteltraditionen, die mit Studenci und Dvorine verbunden sind. Beim Pršut folgen Trocknen, Kalträuchern und Salzen als klar benannte Schritte der überlieferten Herstellung aufeinander. Die Käseherstellung besitzt mit dem Bau der Molkerei im Jahr 1962 einen fest datierten Ausgangspunkt.
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