Dobranje – Kultur und Geschichte
Unterkünfte in Dobranje
Die alte Pfarrkirche des heiligen Johannes des Täufers in Dobranje ist im kroatischen Register der Kulturgüter unter der Registriernummer Z-4628 eingetragen. Zur historischen Ausstattung gehört der Hauptaltar des heiligen Johannes des Täufers, ein geschnitzter, polychrom gefasster Holzaltar aus dem 18. oder 19. Jahrhundert. Der Altar ist außerdem als geschütztes bewegliches Kulturgut eingetragen.
Kultur
Ein weiteres Ausstattungsstück ist der Altar des heiligen Johannes Nepomuk. Seine hölzernen Säulen tragen geschnitzte Weinrankenmotive. Nahe der Pfarrkirche stehen zwei Stećci. Einer davon ist dekoriert: Der verzierte Stećak zeigt einen berittenen Jäger, der einen Speer zum Wurf bereithält. Als Ziel ist ein fliehender Hirsch zu sehen.
Zur örtlichen Sakrallandschaft gehört auch der Sklop Vuletić im Ortsteil Vuletići. Der Komplex aus dem 18. Jahrhundert umfasst die Kapelle des heiligen Johannes Nepomuk und weist ausgeprägte defensive Merkmale auf. Die Kapelle wurde 1790 errichtet, der kleine Glockenturm folgte 1791.
Die Datierungen machen die Entwicklung des Sakralorts nachvollziehbar: Auf den Bau der Kapelle folgte im darauffolgenden Jahr der kleine Glockenturm. Bei den Staje ist neben dem Alter auch die frühere Funktion überliefert. Ihre Nutzung während der Sommerweide verband den Aufenthalt von Menschen und Vieh an einem saisonalen Ort; die heutige Verwendung durch örtliche Jäger gehört zu einer späteren Nutzungsphase.
Geschichte
Der Gottesdienst in der Kapelle findet nur am Festtag des heiligen Johannes Nepomuk statt. Dieser Festtag ist der 16. Mai. Damit verbindet sich die heutige Nutzung der Kapelle mit einem genau festgelegten Termin im örtlichen Kirchenjahr.
Aus dem 18. Jahrhundert stammt auch das geschützte kulturhistorische Ensemble Vuletića staje. Während der sommerlichen Weidezeit bildeten die Vuletića staje eine Nebensiedlung für Menschen und Vieh. Die Gebäude erinnern damit an eine Form der saisonalen Besiedlung, die eng mit der Haltung des Viehs und dem ländlichen Jahreslauf verbunden war. Heute dienen die Dobranjske staje örtlichen Jägern als Treffpunkte und Rastplätze.
Musik
Auch die Musikgeschichte gehört zum überlieferten Ortsbild. Die Gusle waren in Dobranje lange das einzige Instrument, das gespielt wurde. Erst in den 1970er Jahren wurde das Kirchenharmonium angeschafft. Ganga gilt als eine der für Dobranje charakteristischen Formen des Volksgesangs und ergänzt die instrumentale Überlieferung um eine eigene gesangliche Tradition.
Weitere Ortsseiten finden Sie unter Biorine, Cista Velika, Svib und Cista Provo.
Landschaft
Zur Landschaft rund um Dobranje gehören markante Geländeformen. Brezdanka ist eine Grube an der nordöstlichen Seite von Ribnica; ihre Tiefe wird auf etwa 100 Meter geschätzt. Velika Gomila heißt auch Gradina und ist etwa dreißig Meter hoch.
In Dobranje ist außerdem ein langer Abschnitt einer römischen und französischen Straße erhalten. Die historische Wegespur ergänzt die Zeugnisse aus Kirche, Kapelle und ländlicher Siedlungsgeschichte um einen weiteren Abschnitt der örtlichen Vergangenheit.
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