Vojnić Sinjski: Kirchen, Steinkreuze und die Nutjak-Route

Die archäologische Stätte und die Kirche des hl. Jure in Vojnić Sinjski sind in Kroatiens Liste der präventiv geschützten Kulturgüter unter der Registernummer P-2416 verzeichnet. Dieser konkrete Schutzstatus steht am Anfang einer Ortsgeschichte, die sich an Kirchen, Friedhöfen, historischen Bauformen und benannten Radrouten ablesen lässt.

Kultur und Geschichte

Die Geschichte von Vojnić und Gardun reicht bis zu ihrer Befreiung im Jahr 1686 zurück. Nach dieser Befreiung erhielt Vojnić neue Siedler aus Bosnien und dem benachbarten Gebiet Poljica. Die gemeinsame historische Zäsur von Vojnić und Gardun wird damit durch eine spätere Ansiedlung ergänzt, die Vojnić selbst betrifft.

Kirchen und Friedhöfe

Auf dem Friedhof der Pfarrkirche des hl. Georg befinden sich mittelalterliche Grabsteine in Form massiver, verzierter Steinkreuze aus dem 15. und 16. Jahrhundert. Die Pfarrkirche wurde in den 1930er-Jahren am Standort einer früheren Kirche aus dem 18. Jahrhundert errichtet. Ihr Grundriss ist kreuzförmig, eine halbrunde Apsis schließt den Bau ab, und an der Fassade steht ein Glockenturm. Der heutige Kirchenbau ist damit jünger als die mittelalterlichen Grabsteine auf seinem Friedhof. In der Friedhofsmauer befinden sich außerdem römische Inschriften und Reliefs. Bei den Kirchen und Friedhöfen treffen somit römische Reliefs, mittelalterliche Steinkreuze und ein Kirchenbau der 1930er-Jahre auf unterschiedliche Zeitphasen.

Unterhalb von Vojnić, auf den Feldern, steht die Kirche der hl. Klara. Sie ist ein kleiner einschiffiger Bau mit Satteldach. Neben der Kirche befinden sich mehrere mittelalterliche Grabsteine in Kreuzform. Der Standort verbindet den kleinen Kirchenbau mit den unmittelbar daneben liegenden steinernen Zeugnissen des Mittelalters. Die Kirche der hl. Klara ergänzt die Pfarrkirche mit einer deutlich kleineren Bauform und weiteren Grabsteinen in Kreuzform.

Rad und Landschaft

Die 14 Kilometer lange Nutjak-Radroute führt durch Gardun und Vojnić. Sie verbindet das sakrale Erbe der Siedlung mit der Festung Nutjak und der Landschaft an der Cetina. Der Radzustieg von Vojnić erreicht den Aussichtspunkt Kula Nutjak, der ein Panorama der Cetina-Schlucht bietet. Ein Radzustieg durch Gardun führt auf einer schmalen lokalen Straße in Richtung Vojnić Sinjski. Auf dem Radzustieg nach Vojnić geht der Asphalt vor den ersten Häusern auf etwa einem Kilometer in hellen Schotter über. So gehören zur beschriebenen Strecke sowohl die Verbindung zwischen den beiden Ortsnamen als auch der Wechsel von befestigter Straße zu hellem Schotter. Für Radstrecken sollte ein Wechsel des Untergrunds vor der Abfahrt in die persönliche Planung einbezogen werden. Aktuelle Streckenbedingungen zu prüfen, gehört bei einer solchen Fahrt zur Vorbereitung.

Pilgerwege

Vojnić Sinjski ist außerdem auf der Karte der Central Dalmatia Camino Route als einer der genannten Orte verzeichnet. Der Eintrag ordnet Vojnić Sinjski als benannten Ort in den Verlauf dieser Route ein.

Weitere Ortsseiten: Tijarica, Čaporice, Krivodol, Grab, Velić, Košute, Trilj, Bisko

Zur übergeordneten Reiseübersicht: Općina Trilj.

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