Tauchen als Abenteuer in Kroatien: Das Wrack der Baron Gautsch

Tauchen in Kroatien
Tauchen in der türkisblauen Adria ist immer ein kleines Abenteuer

In Kroatien bietet sich mit dem im Ersten Weltkrieg havarierten k.-u.-k.- Schiff Baron Gautsch ein Abenteuer für Taucher in der Nordadria.

Das Wrack gilt als eines der wirklich spektakulärsten im ganzen Mittelmeer und ist ein Paradies für Taucher. Doch nicht nur ein Tauchgang in die mystsich wirkende blaue Welt des gesunkenen Schiffes ist interessant- die Geschichte des Unglücks um die Baron Gautsch sollte ebenfalls erzählt werden:

An einem angenehmen Sommernachmittag des Jahres 1914, es war der 14. August, gleitet das Schiff mit 306 Menschen an Bord an der istrischen Mittelmeerküste entlang. Man ist unterwegs zur Sommerfrische, als Kriegsflüchtling auf dem Schiff oder gehört zur Besatzung.

Der zweite Offizier hält Wache auf der Brücke, während der Kapitän sich in seiner Kabine ausruht. Der Offizier sieht Begrüßungsböller, die von einem Schiff der österreichischen Marine abgefeuert werden und freut sich. Erst als er bemerkt, wie das Schiff erschüttert wird, begreift er seinen Irrtum: Das Feuerwerk waren in Wirklichkeit Warnschüsse. Der eigene Küstenbereich war zum Schutz vor englischen Angreifern vermint worden.

Die Baron Gautsch sinkt brennend. Mit ihr gehen 177 Frauen, Männer und Kinder unter.

Nun, ein knappes Jahrhundert später, bietet das Schiff beim Tauchen spannende Einblicke. Das als Titanic der Adria bekannte Schiff kann sehr gut von der Tauchschule Scuba Valdaliso in Rovinj besucht werden. Ein großes Bild der Baron Gautsch an der Wand begrüßt die Gäste der Tauchschule und stimmt in schimmerndem Blau auf den Tauchgang ein.

Taucher sollten aber eine fertige Ausbildung haben und mindestens 40 Tauchgänge Erfahrung, ehe sie die Baron Gautsch erleben können. Strömungen und 14 Grad Wassertemperaturen die schlagartig in Kälte hüllen verlangen nach fundierten Kenntnissen.

Entschädigt wird man auf 40 Metern Tiefe dann durch den Anblick des stählernen Schiffes, das mit dem Kiel recht tief in den Meeresboden eingesunken liegt. Mächtig sieht es, das Wrack. !908 war es mit 85 Metern Länge, elfeinhalb Metern Breite und mit drei Oberdecks gebaut worden und zeigt sich heute noch in stolzer Größe.

Wer zum Tauchen nach Kroatien reisen möchte und die Baron Gautsch erleben möchte, kann eine Ferienwohnung in Rovinj bewohnen, um dem Abenteuer ganz nahe zu sein.

Saskia Epler

Foto: Dagobert Wiedamann

Datum: 25.08.2010

Kommentar (2)

Jürgen

(19.01.2011)

kalt aber sehr schön ! Wir haben uns getraut und sind trotz des schlechten Wetter´s nach Rovinj aufgebrochen. Leider fanden wir auch dort keine sommerlichen Temparaturen, aber hoffen darf man ja :-) Bei der Scuba Valdaliso (diving-rovinj.com) angekommen wurden wir nett empfangen. Ein kleine Truppe aus Österreich war auch vorort so das wir uns schon 2 Stunden später mit der " Polaris " auf zum 1. TG gemacht haben. Am Nachmittag noch ein schöner TG in der Bucht Valdaliso, die ist immer einen Besuch wert und für Überraschungen gut. Am nächsten morgen gig es auf zum Wracktauchen - Baron Gautsch. Ein wirklich sehr sehr schöner Tauchgang. Nach einem ausführlichen Breffing ging es ins kalte Nass. Die Sichtbedingungen waren sehr sehr gut. Einmal öfters hat uns das Wrack der Baron Gautsch verzaubert. Zurück auf der Tauchbasis wurden wir mit einem warmen Tee empfangen. Ein schönes Ende der kleinen Reise. Wir kommen gerne wieder zu tauchen nach Kroatien. Bis dann

Suzy

(19.01.2011)

Sehr schöner Bericht über das Wrack der Baron Gautsch. Vor Rovinj befinden sich noch einige weitere interessante Wracktauchplatze, wie z.b. Hans Schmidt, Giuseppe Dezza, Coriolanus, Romagna... Die Tauchbasis Scuba Valdaliso besitzt ein grosses Schnellboot und erreicht innerhalb einer Stunde die meisten der Wracks. Viele Infos über das Wracktauchen gibt es auf diving-rovinj.com

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