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Sibenik und Sveti Jakov

Šibenik liegt an der dalmatinischen Adriaküste nahe der Mündung des Flusses Krka. Die Stadt ist durch einen geschützten Naturhafen, eine historische Altstadt und die Kathedrale des Heiligen Jakobus geprägt. Urkundlich erwähnt wurde Šibenik erstmals 1066; seit 1298 ist die Stadt Sitz eines Bistums. Die Lage an der Schnittstelle von Küste und Flussmündung prägte über Jahrhunderte den Hafen und die Verbindungen ins Hinterland.

Sibenik und Sveti Jakov Die Kathedrale Sveti Jakov in Sibenik zählt seit 2000 Zum Weltkulturerbe der UNESCO Foto: www.go-kroatien.de

Kathedrale des Heiligen Jakobus

Die Kathedrale wurde zwischen 1431 und 1535 errichtet und 2000 in die UNESCO-Welterbeliste aufgenommen. Ihre Baugeschichte verbindet gotische und Renaissanceformen. Das Gebäude besteht vollständig aus Stein; besondere technische Lösungen zeigen sich in Gewölbe und Kuppel. Drei Architekten wirkten nacheinander am Bau: Francesco di Giacomo, Juraj Dalmatinac und Niccolò di Giovanni Fiorentino. Ein Fries mit 71 steinernen Porträts von Männern, Frauen und Kindern zählt zu den markanten Details. Die Kathedrale steht am zentralen Platz nahe dem ehemaligen Bischofspalast und ist eng mit dem mittelalterlichen Stadtkern verbunden.

Auch die politische Geschichte der Stadt verläuft in mehreren Abschnitten. Šibenik stand ab 1412 unter venezianischer Herrschaft. Nach dem Ende der Republik Venedig wechselte die Stadt 1797 zunächst unter habsburgische Herrschaft, kam 1805 unter französische Verwaltung und 1813 wieder unter habsburgische Herrschaft. Diese Phase endete 1918 mit dem Zerfall Österreich-Ungarns; Šibenik gelangte zunächst in das Gebiet unter italienischer Verwaltung und wurde 1922 Teil des Königreichs der Serben, Kroaten und Slowenen.

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Šibenik und die Krka

Die Krka mündet bei Šibenik ins Meer; am Skradinski buk entstand 1895 eine öffentliche Wasserkraftanlage, die der Stadt Strom für ihre Beleuchtung lieferte. Die Anlage nutzte Wechselstrom und versorgte Šibenik über eine elf Kilometer lange Leitung mit elektrischer Energie. Der Standort am Skradinski buk verbindet die Technikgeschichte mit der Flusslandschaft der Krka. Neben Hafen und Kathedrale lässt sich damit auch die Entwicklung Šibeniks zur elektrisch beleuchteten Stadt im späten 19. Jahrhundert nachvollziehen.

Besucher können die Stadtgeschichte mit einem Ausflug in den Nationalpark Krka verbinden. Ein weiteres Ziel im Umland ist das Falkenzentrum Dubrava bei Šibenik. Die übergeordnete Seite Ausflüge Kroatien ordnet diese Orte als regionale Ziele ein.